Buchtipps

Trophäe

(Gaea Schoeters)

Hunter, ein steinreicher Amerikaner, ist ein erfahrener, begeisterter Jäger. Es gibt fast nichts. was er nicht schon vor seinem Gewehrlauf hatte.

Da bietet ihm sein Freund Vann Heeren endlich ein Nashorn zum Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, um die Big Five vollzumachen, die vorläufige Krönung seiner Trophäensammlung. Bevor es dazu kommt, machen ihm Wilderer allerdings die Jagd zunichte. Sie schlachten das Nashorn ab, bevor er zum Schuss kommt. Hunter sinnt auf Rache! Eine kaum auszuhaltende Unruhe überfällt ihn. Van Heeren fragt ihn, ob er schon von der Big Six gehört hat? Hierbei handelt es sich nämlich nicht um die typische Art der Großwildjagd. Zunächst ist Hunter geschockt und angewidert von der Idee seines Freundes aber seine Neugierde lässt ihm keine Ruhe mehr.

Er beobachtet zwei junge Afrikaner beim Jagen und ist fasziniert von deren Leichtigkeit und Geschmeidigkeit, wie sie ihre Beute verfolgen. Hunters Jagdinstinkt ist geweckt und nichts wird ihn aufhalten!

Für mich ist „Trophäe“ ein wunderbar geschriebenes Buch. Die intensive, bildgewaltige Sprache hat mir sehr gut gefallen. Spannend zu lesen, eindrucksvoll die Beschreibungen der Geräusche und Gerüche der Natur. Am Ende des Buches stellt sich mir die Frage, ob so etwas mal Realität werden kann? Was ist ein Menschenleben noch wert, wenn Geld keine Rolle spielt?

Für lohnt es sich das Buch ein zweites Mal zu lesen.

© Fischer Sauerländer


Die kleine RITTER EULE

(Christopher Denise)

Die Kindergartenkinder vom Kinderhaus Wiesent haben sich das Bilderbuch: „Die kleine Ritter Eule“ ausgesucht.

Der kleine Ritter Eule hat den großen Traum Ritter zu werden. Und tatsächlich geht der Traum eines Tages in Erfüllung. Nach bestandener Ritterprüfung, darf die kleine Eule Nachtwache auf der Burg machen. Eine große Ehre und zugleich eine Herausforderung, da die Nacht voller unheimlicher Geräusche ist. Doch der kleine Ritter Eule stellt sich dieser Aufgabe mit großem Mut. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern vermittelt auch wichtige Werte wie Mut, Freundschaft und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

Besonders für junge Leserinnen und Leser ist die Botschaft, dass man sich trauen sollte, seine Träume zu verfolgen, auch wenn diese auf den ersten Blick unmöglich erscheinen, von großer Bedeutung.

Buchtipp vom Kinderhaus Wiesent

Eine ganz besondere Vorlesegeschichte, die den gespannten Zuhörer*innen zwar stellenweise auch ein bisschen Grusel zumutet – am Ende aber mit einer wunderbaren Botschaft überzeugt: Du kannst alles schaffen (auch und gerade, wenn es ein bisschen anders läuft als gedacht!). Die atmosphärischen, großformatigen Illustrationen und ein bisschen Engagement beim – lautmalerischen – Vorlesen machen aus dem Eulenmärchen den perfekten Stoff für ein Gruppen-Vorleseabenteuer!“ (Stiftung Lesen)

© Fischer Sauerländer


Die Schule der magischen Tiere, Band 13
Bravo, bravissimo

(Margit Auer)

Margit Auer, so heißt die Autorin, welche am 23.Februar 1967 in Mühldorf am Inn geboren ist. Sie ist eine deutsche Schriftstellerin und hat über 9 Millionen Kinderromane, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, verkauft. In dem Band „Die Schule der Magischen Tiere“ geht es darum, dass in einer Klasse immer jemand anderes ein magisches Tier bekommt. Ein magisches Tier ist ein Tier, welches dir hilft und mit dir sprechen kann.

In diesem Buch ist Olli die wichtigste Person. Olli ist seit kurzem sehr alleine, denn seine Oma musste in ein Altersheim namens „Marienheim“. Sie musste dorthin, weil sie sich bei Ollis Familie zu Hause nicht mehr zurechtfand. Genau in dieser schwierigen Phase erfährt Olli jedoch, dass nun auch er an der Reihe ist und sein magisches Tier bekommt, was für ihn alles verändert!

Weiter geht es im Buch damit, dass in die Heimatstadt von Olli der berühmte Sänger Tausendsassa kommt. Ollis ganze Klasse möchte auf dieses Konzert. Doch die Eintrittskarten kosten 45€, das ist sehr teuer, denn sie sind 24 Kinder in der Klasse. Deshalb machen sie bei einem Wettbewerb mit, in welchem man ein Lied von Tausendsassa umdichten und singen sollte. Doch dieser Termin ist am gleichen Tag, an welchem auch der Musiktag des Altersheims ist. An diesem Tag sollte Olli für seine Oma Klavier spielen. Diese Entscheidung fällt ihm sehr schwer.

Um zu erfahren, für was er sich entscheidet und was sein magisches Tier wurde, müsst ihr das Buch selbst lesen.    

Ich finde das Buch toll, weil es sehr spannend und mitreißend ist.

Buchtipp von Luisa Bauer

© CARLSEN


Yogatown

(Daniel Speck)

Eine Geschichte über vier junge Leute, zwei Brüder Lou und Marc und zwei Frauen Marie und Corinna, die sich 1968 in einem alten Bus aufmachen nach Indien ins Ashram des bekannten Guru Maharishi in Rishikesh am Fuße des Himalaya.Es ist die Zeit der Blumenkinder, des freien Lebens auf allen Ebenen und der schier grenzenlosen Hoffnung.Im Ashram sind zu der Zeit auch die Beatles, um sich spirituelle Inspirationen zu holen.Von den zwei Brüdern kommt nur Lou wieder zurück zusammen mit Corinna, die ein Kind erwartet.

Lucy, die Tochter und Icherzählerin, ist in Berlin Yogalehrerin, und als Mutter Corinna plötzlich spurlos verschwindet, macht sie sich mit ihrem Vater Lou 2019 auf, um in dem alten Ashram nach ihr zu suchen.Eine Reise, die die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht bringt und für Lucy den Weg bahnt in ihr eigenes Leben.

Daniel Speck, der im Oktober 1969 in München geboren wurde, hat mit diesem neuen Roman wieder eine wunderbare Geschichte vorgelegt, die die Zeit der Hippies aufleben lässt und die uns auch heute noch verzaubern kann. Er bringt diese Zeit in Erinnerung, in der Frieden für die ganze Welt und unendliche Liebe für alle möglich schien; und die dennoch auch ihre dunkle menschliche Seite nicht verschweigt.

Wie immer, schreibt der Autor warmherzig und leicht lesbar. Ich finde dieses Buch sehr empfehlenswert!

Buchtipp von Edeltraut Forster

© Fischer

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